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Im
Industriegebiet Zona
Franca werden 100 Millionen Peseten investiert.
Die
Herstellung neuer Seat Marbellas
schafft 640 neue Arbeitsplätze. In einer neuen
Produktionslinie
sollen pro Jahr 30.000 Autos gebaut werden.
Barcelona – Nach langwierigen
Debatten hat sich Seat dazu entschlossen, in ihrer bereits
geschlossenen Zweigniederlassung im Industriegebiet Zona Franca die
Produktion des Modells „Marbella“ wieder
aufzunehmen. Nach
Auskunft der Gesellschaft sollen dort bis zum Ende 1995 30.000
Fahrzeuge für den Binnenmarkt produziert werden.
Als für den
Export bei den Seat
Marbella Modellen mit dem Einbau eines 3-Wege-Katalysators begonnen
worden ist, stieg auch im Inland die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen
wieder an. Um den Kat-Einbau bei diesen Fahrzeugen zu einem
annehmbaren Preis realisieren zu können, wurde von der
Verwendung einer elektronischen Benzineinspritzung abgesehen. In
Zusammenarbeit mir der Firma Weber-Marelli (Fiat-Gruppe) haben die
Techniker im Seat Stammwerk Martorell ein elektronisches System
entwickelt, dass dem Benzin-Luft-Gemisch zwischen dem Vergaser und
dem Brennräumen kontrolliert Luft zuführt, und somit
das
Gemisch auf den Idealwert abmagert. Die Abgase der Fahrzeuge mit
diesem System in Verbindung mit einem geregelten 3-Wege-Katalysator
erfüllen die Anforderungen der Europäischen Union.
Seat gab bekannt,
dass es durch diese
Technik möglich war, den niedrigen Preis des Fahrzeugs
– im
spanischen Markt 750.600 Pesten incl. IVA und Steuer- innerhalb der
letzten beiden Produktionsmonate halten zu können.
Ursprünglich
wollte Seat den
Marbella von einem Teilezulieferer bauen lassen, hat sich aber dann
doch dazu entschlossen, im Industriegebiet Zona Franca eine eigene
Produktionslinie („Business Unit“) aufzubauen, um
dort den
Marbella und abgewandte Formen dieses Modells herzustellen. Das von
Seat gesteckte Ziel, die Produktionanlage voll auszulasten, und somit
täglich 120 Fahrzeugen herzustellen, wurde eingehalten. 640
Mitarbeiter sind in dem Werk beschäftigt, von denen 210
wiedereingestellt wurden, die bereits betriebsbedingt
gekündigt
waren.
Um den Marbella zu
bauen hat Seat hat
insgesamt 200 Millionen Pesteten investiert, von denen 100 Millionen
für die Umgestaltung und Anpassung der Produktionslinie des
vorher produzierten Seat Terra verbraucht wurden, wogegen die anderen
100 Millionen Peseten für
Produktoptimierungsmaßnahmen
ausgegeben worden sind. Dadruch wird es möglich sein, bis zum
Ende 1994 4.000 Einheiten, und 1995 26.000 Fahrzeuge herzustellen,
und somit der Nachfrage von insgesamt 30.000 Autos gerecht zu werden.
Im ersten Quartal des
Jahres betrug die
Nachfrage nach dem Seat Marbella 8.000 Stück in Spanien, 6.000
Stück in Deutschland, 5.000 Stück in Italien, 3.000
Stück
in Frankreich, und jeweils 1.000 Einheiten in Griechenland und
Holland.
Der Seat Marbella
entwickelt sich
derzeit zum meistgebauten, und am längsten produzierten
Fahrzeug
des spanischen Automarktes. 1980 übernahm Seat in der
navarresischen Niederlassung die Produktion des Seat Panda, zwei
Monaten, nach dem Fiat die Zusammenarbeit mit Seat beendet hatte.
Nach dem Einstieg von Volkswagen bei Seat wurde die Produktion des
Panda eingestellt, um dort den VW Polo zu fertigen. Die
Produktionsanlagen des Panda wurden nun in das Werk Zona Franca
gebracht, um dort unter anderem Namen das einzig überlebte
Modell aus der Zusammenarbeit mit Fiat in überarbeiteter Form
weiterzubauen: Den Seat Marbella.
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