Die Königsdisziplin!

Eine Seite zu entwerfen, bei der es um die Geschichte des Seat Marbella geht, ist schwieriger als erwartet. Es gibt eine Fülle von Informationen über dieses Auto, bei denen einige jedoch widersprüchlich sind.
Ich hoffe, alle wichtigen Details hier aufgeführt zu haben.
Viel Vergnügen beim entdecken!

 







die Verwandlung vom Panda zum Marbella







Bei meiner Suche nach guten Historienberichten bin ich mal wieder auf die sehr ausführlich recherchieren Internetseiten von Museoseat.com und Historiaseat.com gestolpert. Die dort gefundenen Berichte habe ich so gut wie es mir möglich war übersetzt, und zu dem folgenden Bericht zusammengefasst:

Der Panda sollten das Erbe des beliebten „Nutzfahrzeugs“ Seat 600 antreten – wobei diese beiden Fahrzeuge nicht vergleichbar waren. Der 25 Jahre jüngere Seat Panda war natürlich technischer viel ausgereifter, und in seiner Verwendbarkeit außerdem viel vielseitiger als der Seat 600.

Der Erfolg des Seat Panda stand nicht hinter den Erwartungen an dieses Autos zurück, ein nützliches Alltagsautomobil herzustellen, das trotz der niedrigen Herstellungs- und Unterhaltskosten leistungsstark, funktionell, robust, und wirtschaftlich war. Trotz der damaligen, angespannten wirtschaftlichen Lage Spaniens sollte ein Fahrzeug hergestellt werden, das trotz dieser Situation so bezahlbar sein sollte, das keiner auf dieses Gefährt verzichten mußte.
Bei der Entwicklung wurde auf jedes Komfortelement verzichtet, so dass zu dieser Zeit dadurch auch das geflügelte Wort „Das hat weniger Teile als ein Seat Panda“ entstand. Der Panda wurde auch zum „nützlichsten Wagen“ der 80er Jahre gekürt.
Durch Produktionsoptimierung waren die Herstellungskosten vor allem des Panda 35 so stark gesunken, das Seat diese Autos für nur 1635 Euro auf dem nationalen Markt anbieten konnte; somit  ein idealer Zweitwagen! Der Seat Panda war zum Zeitpunkt seines Erscheinens das billigste, und kleinste Auto seiner Klasse.
Der Panda war als Gebrauchsgegestand gedacht, und konnte in der Stadt genau so gut benutzt werden, wie auf dem Land. Gebaut wurde dieses Auto eigentlich für eine junge Käuferschaft mit geringen Einkomen, das Auto kam aber auch bei den Frauen besonders gut an. Die kleinen, zuverlässigen Motoren waren ideal für den Gebrauch des Wagens in der Stadt. Mit diesem Auto konnte sich jeder sehen lassen , ohne „Minderwertigkeits-Komplexe“ haben zu müssen.

Nach der Trennung von Seat und Fiat wurden beim neuen Modell „Marbella“ der Kühlergrill, die Frontscheinwerfer, die Heckleuchten verändert, und innen-, sowie außen eine Menge Kunststoff verbaut. Im Zuge neuer Umweltvorschriften wurde später beim Marbella die Zündung verändert, und ein Katalysator eingebaut.
Grundversionen des Marbella sind der L, der XL, und der GXL. Außerdem gibt es noch etliche Sondermodelle, wie den Jeans, den Fun, den Playa, den Maximoto, Black, Green, und White. Hergestellt wurde der Marbella in seiner letzten Form bis 1998.

Die Karosserie des Seat Panda stammt vom Fiat Panda ab, die von Giorgio Giugiaro entwickelt wurde. Obwohl der Designer ein international anerkannter Spezialist für die Entwicklung von Sport- und Luxuswagen ist, wollte er beim Panda ein Fahrzeug für die 80er Jahre entwickeln, bei dem vor allem die Nützlichkeit im Vordergrund stand. Giugiaro schaffte es eine Form zu entwerfen, die zweckmäßig war und ohne Chromschmuck und Zierrat auskam, und dennoch einen angenehm sympathischen Eindruck beim Beobachter hinterließ.
Die ganze Karosserie wurde nach rationellen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gearbeitet – so wurden z. B. alle Scheiben einfach gerade und flach gehalten, oder die Türscharniere nach außen gelegt, und nur mit einer Kunststoffblende geschützt. Die geringen Außenmaße machten den Panda zudem zu einem idealen Stadtwagen.

Zuerst gab es zwei Modelle, den Panda 35 und den Panda 45, die sich nur in der Motorisierung unterschieden. Die 3-türige Karosserie war eckig und gut verarbeitet. Die breiten, seitlich weit um die Karosserie herumgezogenen Stoßstangen boten einen wirkungsvollen Schutz gegen Korrosion, und die alltäglichen Parkplatz-Rempeleien.
Zwischen den Stoßstangen wurde an den Fahrzeugflanken die Karosserie mit einem synthetischen  Schutzlack vor Steinschlägen geschützt, der das charakteristische Profil der Stoßstangen weiterführte. Durch eine starre Verbindung der Dachsäulen und des Dachs wurde die Starrheit der kompletten Konstruktion verstärkt.
Vorne verfügt der Panda nur über einen Scheibenwischer, der aber wegen seiner Größe sehr wirkungsvoll arbeitet. Statt einem Kühlergrill war im „Gesicht“ des Autos ein  Lüftungsgitter  außermittig in das Blech eingearbeitet.

Trotz der kleinen Außenmaße der Karosserie, war der Innenraum außerordentlich geräumig. Die spartanischen Vordersitze erwiesen sich als komfortabel genug, was man allerdings von den hinteren Plätzen leider nicht behaupten konnte. Das kleine 2-Speichen Lenkrad lag gut in der Hand, und ließ einen auch die dahinter liegenden Instrumente gut ablesen. Im Panda 45 fand der Fahrer an seinem Instrumententräger einen Schalter für Licht, Gebläse, später Nebelschlußleuchte, Heckscheibenheizung und Heckscheibenwischer vor. Im Panda 35 gab es die letzten beiden Schalter nicht, dafür wahlweise Vordersitze mit verstellbaren Lehnen, und Kopfstützen. Die Ausstattung des Panda Marbella unterschied sich vom Panda in folgenden Punkten: getönte Scheiben, Teppiche, hintere Ausstellfenster, heizbare Heckscheibe, später Heckscheibenwischer, Kofferraumabdeckung, Automatiksicherheitsgurte, und Vordersitze mit verstellbaren Lehnen und Kopfstützen.
Der Innenraum war sehr gut durchdacht, da 82% des Raums für die 5 Passagiere und den Kofferraum genutzt werden konnte. Die Rücksitzbank konnte man leicht entfernen, um die Polster abzuziehen und zu reinigen. Der Kofferraum konnte außerdem so auf 1,09 m³ vergrößert werden, womit man den Panda zu einem kleinen Lieferwagen umfunktionieren konnte.
Die hintere Sitzbank konnte außerdem noch auf 7 verschieden Varianten verstellt werden. So konnte man in einer Stellung beispielsweise die Bank zu einem komfortablen Kinderbett umfunktionieren.
Die winkelige Form der Karosserie mit den steil stehenden Scheiben ermöglichte eine gute Durchlüftung des Innenraums, so daß beschlagene Scheiben eher der selten auftraten.

Der Motor und das Getriebe waren beim Panda wie beim Seat 127 vorne quer eingebaut. Vorne hatte der Wagen eine einfache, aber robuste Einzelradaufhängung, mit einem negativen Sturz, der sich positiv auf den Wendekreis auswirkte. Hinten wurden beim Panda eine einfache Starrachse mit zwei halbelliptischen Blattfedern verbaut, die es erlaubten, das Auto ohne Probleme bis zur Belastungsgrenze zu beladen, ohne Schaden zu nehmen. Die Bremsen (vorne Scheiben, hinten Trommeln) stammten vom Seat Ritmo, und waren für den Panda eigentlich zu groß dimensioniert, hatten dafür aber keinen Bremskraftverstärker. Durch den Einsatz neuer Kugellager in den Aufnahmen der Achsen konnte man statt der gegossenen Teile nun Pressteile verwenden, die trotz gleicher Stabilität ein nur halb so großes Gewicht aufwiesen.

Beide Panda-Versionen hatten gutmütige Fahreigenschaften, aber der Unterschied zwischen dem 35 und dem 45 in der Motorisierung war deutlich spürbar. Während das Triebwerk des Panda 45 rauher und verschleißanfälliger war,  lief der Motor des 35, der hier schon in der 3. Generation Verwendung fand, ruhiger, und hing besser am Gas. Beide Fahrzeuge erlaubten es einem damals allerdings, je nach Zustand der Straßen mit einer annehmbaren Geschwindigkeit zu reisen.
Das Lenkrad der Wagen lag wegen seines kleinen Durchmessers gut in der Hand, und ermöglichte ein präzises steuern der Wagen. Das synchronisierte Getriebe war trotz der langen Schaltwege schnell, einfach und präzise zu schalten. Mit dem Panda war man auf guten Straßen flott unterwegs, bei schnelleren Fahrten bemerkte man allerdings, daß das schmale Fahrwerk nicht für einen sportlichen Fahrbetrieb ausgelegt war.

Durch den flexibel nutzbaren Innenraum, seine kleinen Außenmaße, seine Zuverlässigkeit, und sein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis wurde der Seat Panda auch der Liebling der Autotester, und -fachleute. Der Wagen wurde von der örtlichen Polizei, der Feuerwehr, Ärzten, und städtischen Kommunen genau so gerne genutzt, wie von Müttern, die mit diesen Fahrzeugen ihre Kinder zu Schule brachten.
Durch seinen günstigen Preis und die niedrigen Unterhaltskosten wurde vor allem der Seat Panda 45 gerne auch als leistungsstarkes, günstige Sportgerät genutzt. Seat und andere Institutionen haben mit dem Panda auch große Ralleyerfolge feiern dürfen (-siehe dazu auch den Bericht am Seitenende-). Für den Wettbewerbe wurden häufig die Federn, die Stoßdämpfer und die Stabilisatoren vorne und hinten verändert, sowie der Auspuff mit den Schalldämpfern, und die Sitze modifiziert. Außerdem gab es noch eine Vielzahl an Zubehörteilen, die verbaut werden konnten.

Ausführungen:

Seat Panda 35: Die Grund-Version des Seat Panda, baugleich wie der Fiat Panda.

Seat Panda 40: Der Motor des Seat Panda 40 wurde mit Normal-Benzin betrieben, um der Erhöhung der Benzinpreise entgegenzuwirken. Die verschiedenen Sondermodelle des Seat Panda (Black, Black 2, Red, Red 2, White, Yelow, Movida, Sprint, Bavaria, etc,) unterschieden sich meist nur in der Farbe und im Preis.

Seat Panda 45: hatte den größeren, leistungsstärkern Motor, und einen für diese Zeit unüblichen Heckscheibenwischer. Außerdem gehörte noch einen Teppich, Gummimatten, getönte Scheiben,
eine heizbare Heckscheibe, Vordersitze mit verstellbaren Rückenlehnen mit Kopfstützen zur Ausstattung.

Seat Panda Marbella: Später folgte auf den Seat Panda dann der fast baugleiche Seat Marbella, der die gleiche Ausstattung wie der luxuriöse Seat Panda 45 aufwies, und Dank überarbeitete    Sitze, und einem reichhaltigen Zubehör-Angebot (wie z. B. Nebelscheinwerfer für den Kühlergrill, Kühlwassertemperaturanzeige, etc.  wieder ein Verkaufsrenner wurde.

Seat Panda Montana war als Soft-Offroader mit Dachgepäckträger und Metallschutzbügeln (Kuhfängern) vor der Stoßstange ausgestattet.

Seat Panda Terra, auch genannt Seat Panda Playa, hatte mit dem späteren Seat Terra nicht gemein. Bei diesem Modell handelte es sich um einen Stand-Buggy, bei dem man die hinteren Sitze zur Seite klappen konnte. Zum damaligen Zeitpunkt habe etliche dieser „Terras“ die Stände bevölkert.

Nach der Trennung von Fiat und Seat mußte sich Seat verpflichten, die Modelle optisch zu verändern, und benannte den Panda in Marbella um (hat nichts mit dem Modell Seat Panda Marbella zu tun!








Auch bei Wikipedia.de bin ich auf zwei Berichte gestoßen, die sich mit dem Thema Seat Panda und Seat Marbella beschäftigen:
...hier geht´s zuerst um den Seat Panda... ...und hier dann um den Seat Marbella...

Der Seat Panda war eine kleine, 3-türige Kombilimousine, die in Aufbau und teilweise in der Motorisierung dem italienischen Schwestermodell Fiat Panda der 1. Serie entsprach. 1979 hatten sich Fiat und Seat auf die Produktion eines weiteren gemeinsamen Modells geeinigt, doch bereits zur Vorstellung des neuen Seat Panda 1980 kündigten die Italiener den Kooperationsvertrag und verlangten in der Folge für das dann doch in Produktion gegangene Modell italienischer Konstruktion hohe Lizenzgebühren.

Der Seat Panda 45 besaß, wie sein italienisches Pendant, den 903 ccm-Motor des Seat 127, der in der Leistung auf 45 PS / 33 kW reduziert war. Zusätzlich boten die Spanier noch den Seat Panda 35 an, der mit dem 843 ccm-Motor des Seat 133 ausgestattet war. Er entwickelte 34 PS / 25 kW. Der "Panda 30" aus italienischer Produktion mit dem 2-Zylindermotor des Fiat 126 wurde nicht übernommen.

Als spanische Spezialität fertigte man einen Seat Panda Furgoneta Comercial, dessen hintere Seitenfenster verblecht waren. Die Rücksitzbank fehlte, wie schon beim entsprechenden Modell des Seat 600, sodass das Fahrzeug als kleiner Lieferwagen eingesetzt werden konnte.
1982 brachte man als ersten Schritt weg von Fiat und hin zum VW-Konzern, der die Führung in Barcelona übernommen hatte, die Sondermodelle Seat Panda Marbella, Seat Panda Montana und Seat Panda Bavaria mit besserer Ausstattung und spanischem Facelift heraus.
Ein Jahr später wurde für die "Furgoneta Comercial" der Seat Terra lanciert. 1985 wurden die Panda-Modelle vom Seat Marbella abgelöst. Die Überarbeitung des Fahrwerkes des Fiat Panda wurden nicht mehr übernommen.
Der Seat Marbella ist eine kleine, 3-türige Kombilimousine, die auf der Konstruktion des Fiat Panda beruht. Sie wurde als dessen Facelift-Version seit 1985 hergestellt. Die Trennung der Firma von Fiat und die Übernahme durch VW ließ eine Abgrenzung notwendig erscheinen. Die technische Überarbeitung des Fiat Panda, die vor allem das Fahrwerk betraf und die Einführung der neuen Fire-Motoren wurde beim Marbella nicht mehr durchgeführt. Im Vergleich zum 2. Panda waren die Standard-Marbella schlechter ausgestattet. So gab es z.B. anfangs einen hinteren Scheibenwischer und einen rechten Aussenspiegel nur in der GLX-Version.
Die beiden vorne quer eingebauten 4-Zylindermotoren (843 ccm / 34 PS / 25 kW und 903 ccm / 45 PS / 33 kW) wurden zunächst vom Vorgängermodell übernommen. Ein Jahr nach Produktionsbeginn fiel der kleinere Motor weg, dafür gab es den 903 ccm-Motor auch mit 42 PS / 31 kW. Später fiel dessen Leistung noch auf 40 PS / 29 kW. Ab Dezember 1986 kam wegen der großen Nachfrage die 34 PS-Maschine wieder ins Programm.

1991 wurde ein Prototyp vorgestellt, der Seat Marbella Playa (dt.: Strand) als Freizeitfahrzeug zwischen Pick-Up und Cabrio. Er hatte eine Dachreling für den Transport von Surfbrettern und ein abnehmbares Targadach über den Vordersitzen. Auch die Frontansicht war etwas modernisiert worden. Sollte mehr als ein Beifahrer mitgenommen werden, konnten auf den Seiten der Ladefläche Klappstühlchen ausgeklappt werden. Dieses Modell wurde allerdings nicht in Serie produziert. Stattdessen gab es später einen Playa, der ein gewöhnlicher Marbella mit einem Stoffschiebedach war.

Die Produktion des Seat "Marbella" wurde 1999 eingestellt. Bis dahin waren 591.151 Exemplare hergestellt worden.      







"El Seat Panda Abarth"

einem spanischen Seat Marbella Forum konnte ich entnehmen, daß die spanische Firma Apicsa für den sportlich ambitionierten Seat Panda Fahrer damals einen Umbau-Kit der Firma Abarth zum "tunen" des Seat Panda angeboten hat. Die Übersetzung dieses Artikels kannst Du nun hier lesen. Viel Spaß dabei...
(Quelle: seatpanda.mforos.com)
Zum Originalbericht kommst Du HIER!

"Der Erfolg des Seat Panda ist unbestreitbar. Der vielseitige Wagen wurde vorwiegend von der breiten Mittelschicht genutzt, diente aber auch als Zweitwagen für die Wohlhabenden des Landes, und war bei jung und alt gleichermaßen beliebt. Auch wenn italienischer Autobauer für Ihre Sportwagen berühmt sind, fällt es schwer, dem Seat Panda eine sportliche Berufung zu zuordnen.
Entgegen dieser Vorstellung bietet die spanische Firma Apicsa für den Seat Panda einen Umbausatz des Hauses Abarth für den Seat Panda für knappe 140000 Peseten an.

Schon kurz nach der Markteinführung war es möglich, eine Abarth-Version des Seat Panda in Spanien zu erwerben. Diese war besonders Verführerisch, da man mit diesem auffälligen Wagen 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte: Zum einen hatte man ein optisch sehr ansprechendes Fahrzeug, dass Dank der Abarth-Komponenten sehr sportlich war, zum anderen konnte man noch die funktionellen, und wirtschaftlichen Vorteile des Seat Panda genießen. Das hervorragende Gewicht/Leistungs-Verhältnis der Grundversion wird mit dem 60 PS Triebwerk des Abarth spektakulär übertroffen. Gleichzeitig lässt sich der Wagen durch sein 5-Gang-Getriebe genauso sportlich, wie auch wirtschaftlich von seinem Besitzer bewegen. Dieser Doppelwert des Seat Panda hebt diesen Wagen von der automobilen Konkurrenz ab."


(zum Vergrößern auf das Bild klicken!)

"Mehr Leistung und besseres Handling
Abweichend von den Fiat Panda Abarth, dessen technische Grundlage der Autobianchi A112 Abarth ist, besitzt der Seat Panda Abarth Umbaukit von Apicsa spezielle Aluminiumkolben, die im Originalmotor verwendet werden. Um ein mehr an Motorleistung zu erzielen, wurde dem Motor ein 32mm Vergaser eingepflanzt, um die Brennräume mit mehr explosivem Benzin-Luft-Gemisch zu füllen. Damit die Abgase leichter den Motor verlassen können, kommt außerdem ein spezieller Auspuff mit Fächerkrümmer zum Einsatz. Um eine bessere Elastizität des Motors zu erreichen wurde auch noch eine geänderte Nockenwelle verbaut. Nicht näher zu erwähnen ist noch, dass der Seat Panda Abarth noch über eine elektronische Zündung, und spezielle Zündkerzen verfügt, damit der überarbeitete Motor seine volle Leistung von 60 PS entwickeln kann.
Sollte der Fahrer des Seat Panda Abarth einmal die befestigte Strecke unfreiwillig verlassen, so schützt ein spezielles Bodenblech die Motor-Mechanik vor Beschädigungen.
Besonders zu erwähnen ist noch das 5-Gang-Getriebe, dass sich besonders weich, und präzise schalten lässt, und im Gegensatz zum Original besser abgestuft ist, damit selbst im 5ten Gang noch genug Leistungsreserven vorhanden sind, um das Auto sportlich zu bewegen.
Das Fahrwerk des Seat Panda wurde zum größten Teil vom Original übernommen. Es fanden nur kürzere Federn in Verbindung mit härteren Stoßdämpfern Verwendung, um den Schwerpunkt des Wagens zu senken, und somit höhere Kurvengeschwindigkeiten zu ermöglichen. Die optisch sehr ansprechenden Reifen, die die Kurvenstabilität unterstützen, bestehen aus Niederquerschnitts-Pneus der Größe 155/70/13, welche auf spezielle, 5“ breite Abarth Alufelgen montiert sind."
"„Giftiger“ Gebrauchswagen
Auch wenn der Name Abarth immer eng mit dem Rennsport verbunden ist, wurde doch auch immer viel Wert darauf gelegt, für sportlich ambitionierte Normalbürger alltagstaugliche, aber dennoch außergewöhnliche Fahrzeuge anzubieten. Die aggressive Optik und sportliche Ausstattung soll dabei den Fahrer ausdrücklich nicht zur Raserei animieren. Vielmehr soll man mit dem Seat Panda Abarth noch besser als mit dem Original im zunehmenden Verkehr „mitschwimmen“ können.
Charakteristisch für den Seat Panda Abarth sind die schwarzen Seitenflanken, und die auf der Karosserie angebrachten Abarth-Zeichen. Außerdem stechen natürlich die breiteren Reifen auf den Alufelgen, und das tiefer gelegte Fahrwerk ins Auge. Trotz der Tatsache, dass die Optik des Wagens äußerst sportlich ist, fällt der Wagen im Alltag nicht unangenehm als „Raser-Fahrzeug“ aus dem Rahmen.
Der Seat Panda Abarth ist einfach ein schnelles, aber auch einfach komfortables Auto. Durch das 5-Gang-Getriebe ist es möglich, den Wagen immer im richtigen Drehzahlbereich zu bewegen, was sich natürlich positiv beim Benzinverbrauch bemerkbar macht. Andere Komponenten verbessern die Handhabung und Bequemlichkeit des Wagens: so ist das spezielle Abarth-Sport-Lenkrad besonders griffig, und anatomisch korrekt auf den Fahrer abgestimmt. Die Serieninstrumente wurden mit Zusatzinstrumenten, wie Drehzahlmesser, Öldruckmesser, Voltmeter, u.s.w. ergänzt.
Der Seat Panda Abarth, dessen Umbausatz in Spanien für nur annähernd 140000 Peseten verkauft wird, verwandelt den bewährten Seat Panda in ein Auto, dass es dessen Fahrer möglich macht, einen waschechten „Rennwagen“ im Alltagsgebrauch zu benutzen."







...und die meisten werden sich jetzt denken: "Seat Marbella Motorsport?? Das is´ ja wohl ´nen Scherz!?"
Aber weit gefehlt!!

In dem kleinen Wagen steckt mehr, als die meisten erwarten würden. Für den Rennsport wurde 1988 der Seat Marbella Proto entwickelt. Dabei handelte es sich um einen Seat Marbella, dem ein überarbeiteter 140 PS starker Turbomotor eines VW Polo G40 implantiert wurde. 1988 kam dieser damals rot lackierte Wagen das erste mal erfolgreich zum Einsatz. Bei der nationalen (spanischen) Gelände-Ralley-Meisterschaft 1989 landete dieser inzwischen schwarz lackierte Proto mit seinem Piloten Antoni Rius, und dem Copiloten Manel Casanova in der Fahrzeugenklasse mit Zweirad-Antrieb auf Platz 1, während sein größerer Bruder, der mit einem Bi-Turbo-Motor ausgestatteten Seat Ibiza, in der Gesamtwertung den 2. Platz erreichte. Der Seat Marbella Proto kam in der Rally  Logono 1988, bei der spanischen Meisterschafts-Rally 1988/1989, bei der Rally Lugo ´89, und er Rally Cordoba 1989 zu Ruhm und Erfolg.






Schon vorher konnte der "rasende Schuhkarton" seine sportlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der berühmte spanische Rally-Weltmeister Carlos Sainz hatte ebenfalls schon die Ehre, zusammen mit seinem Copilot Luis Miguel de la Fuente einen Seat Panda 1984 bei der Copa Panda Rally Costa Blanca durch unwegsamses Gelände zu bewegen.

Wenn Ihr noch mehr Marbella´s und Panda´s im Motorsporteinsatz sehen wollt, schaut doch mal bei der Link-Liste, oder der Galerie dieser Seite nach.








Der "Öko-Marbella"
Schon lange bevor die renomierten Autohersteller darüber nachdachten, Ihre Fahrzeuge durch alternative Antriebe umweltfreundlicher zu gestalten, gab es etliche kleine Firmen, die diese, jetzt als "neu" propagierte Idee, bereits in viel früheren Jahren in die Tat umgesetzt hatten.

Ein sehr schönes Beispiel dafür ist die Firma "TORPEDO" aus Italien, die sich kurioserweise nicht den Fiat Panda, sondern den Seat Marbella und Terra für einen Umbau zum Elektromobil  dafür ausgesucht hatte.  Der Namen dieser Fahrzeuge lauteten "Marbella Elettrica", und natürlich "Terra Elettrica".

Wer mehr über diese Fahrzeuge wissen will:
Den kompletten Prospekt findest Du wie alle anderen Prospekte über das Menü "Werbung" auf der Hauptseite von Marberra.de, oder Du klickst einfach =>HIER<= !
Der Prospekt wurde von mir so gut wie es mir möglich war von italienisch auf deutsch übersetzt. Auch diese Übesetzung findest Du dort!

Viel Spaß beim entdecken...















         





Der Seat Terra erblickte ursprünglich als SEAT "TRANS" das Licht der spanischen Welt. Dieser TRANS basierte, wie auch der SEAT PANDA, zum größten Teil auf dem italienischen Fiat Panda, hatte allerdings einen etwas längeren Radstand, und natürlich den berühmten Kastenaufbau.

Diese Konstruktion hatte im Hause Fiat/Seat bereits Tradition, denn es gab bislang auch schon eine Kastenvariante des Fiat 127, der Fiat Fiorino. Noch ein paar Jahre früher wurde der Seat 600 ebenfalls mit einem qubischen Lastenaufbau versehen, und nannte sich Siata Formicheta.

Gebaut wurde der TRANS von 1980 bis 1986, und wurde nicht nach Deutschland eingeführt.


Bei Wikipedia Spanien ist über den TRANS folgender Bericht zu finden, den ich so gut wie es ging dem Sinn nach übersetzt habe:
"Der Trans wurde von Seat als Lieferwagen entwickelt. Dabei wurde das Fahrgestell, die Motoren, und das Vorderteil des Seat Panda verwendet. Sein überaus günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis machte den TRANS zum wirtschaftlichsten Lieferwagen des Landes. Die Robustheit, die kleinen Abmessungen, und das große Fassungsvermögen des Kastenaufbaus (2.45 m³) ließen die kleinen und mittelständischen Kaufmänner "triumphieren". Die Vorteile des TRANS wurden auch von großen spanischen Unternehmen, wie z. B. KAS (Getränke) und der Telefonica erkannt, die Ihren Fuhrpark mit diesen Fahrzeugen ergänzten."




    





 
Nach der Trennung von Fiat und Seat wurde, wie auch beim SEAT MARBELLA, der SEAT TRANS überarbeitet, und dann als SEAT TERRA weitervertrieben. Der Name "Terra" fand früher bei Seat bereits Verwendung - ein Strandmobil auf Basis des Seat Panda trug den gleichen Namen wie der hier beschriebene Kleinlieferwagen (Seat Panda Terra - siehe auch "Modell-Übersicht").

Der TERRA wurde von 1986 bis 1995 gebaut, und auch nach Deutschland exportiert.

Auch über den SEAT TERRA weiß Wikipedia.es einiges zu berichten:
"Der Seat Terra ist ein vom spanischen Autohersteller SEAT produzierter Lieferwagen. Die Basis entstammt dem Kleinwagen SEAT MARBELLA. Der TERRA wurde nach dem Ende der Geschäftsbeziehungen von Fiat und SEAT vom SEAT TRANS abgeleitet. SEAT mußte sich nach der Trennung verpflichten, die Modellpalette umzubenennen, um sich stärker von der italienischen Automarke abzuheben. Der SEAT TERRA wurde optisch retuschiert - er bekam einen neuen Kühlergrill und neue Logos. Auch im Innenraum wurde neue, komfortablere Sitze verbaut. Nachfolger des TERRA ist der SEAT INCA auf Basis des VW Caddy."




Der Terra gab´s als Benziner und Diesel. Als Benzinaggregat kam im Terra der 903cm³ Motor des Seat Marbella mit 40 PS zum Einsatz. Der erste, etwas müde Dieselmotor mit 1300 cm³ Hubraum war eine Weiterentwicklung eines Fiat 127er Aggregats. Dieser Motor wurde relativ zügig von einem von VW stammendem, durchzugsstarkem 1,4 Liter-Dieselmotor mit dazugehörigem 5-Gang-Getriebe ersetzt.

Der Seat Terra konnte in zwei Karosserievarianten erworben werden, nämlich geschlossen ("Kasten"), oder verglast ("Kombi").

Im Gegensatz zum Kombi mußte der Kasten-Terra auf eine Rücksitzbank verzichten, hatte dafür aber einen mit einem Gitter vom Fahrgastraum abgetrennten, extrem großen Laderaum, mit einem glatten, und somit leicht zu beladenden Boden. Dieses Fahrzeug war somit vor allem für gewerbetreibende interessant.

Die Lasten, die transportiert werden sollten, konnten sehr leicht durch die zwei, weit zu öffnenden Türflügel in den Laderaum bugsiert werden. Der Terra verfügt über einen längere Radstand, und links und rechts größere Außenspiegel als der Marbella.
Charakteristische Merkmale sind außerdem natürlich der Kastenaufbau, der Gepäckträger auf dem vorderen Dach, die Metallstoßstange hinten, und die fehlenden Kunststoff-Flanken an den Wagenseiten.





(Quellen: Textauszüge Wikipedia.es, Wikipedia.de ; Fotos Museoseat.es, Seat Deutschland GmbH)