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Bei
meiner Suche nach guten Historienberichten bin ich mal wieder auf die
sehr ausführlich recherchieren Internetseiten von
Museoseat.com
und Historiaseat.com gestolpert. Die dort gefundenen Berichte habe ich
so gut wie es mir möglich war übersetzt, und zu dem
folgenden
Bericht zusammengefasst:
Der
Panda sollten das Erbe des beliebten
„Nutzfahrzeugs“ Seat
600 antreten – wobei diese beiden Fahrzeuge nicht
vergleichbar
waren. Der 25 Jahre jüngere Seat Panda war natürlich
technischer viel ausgereifter, und in seiner Verwendbarkeit
außerdem viel vielseitiger als der Seat 600.
Der Erfolg des Seat Panda stand
nicht hinter
den Erwartungen an dieses Autos zurück, ein
nützliches
Alltagsautomobil herzustellen, das trotz der niedrigen Herstellungs-
und Unterhaltskosten leistungsstark, funktionell, robust, und
wirtschaftlich war. Trotz der damaligen, angespannten wirtschaftlichen
Lage Spaniens sollte ein Fahrzeug hergestellt werden, das trotz dieser
Situation so bezahlbar sein sollte, das keiner auf dieses
Gefährt
verzichten mußte.
Bei der Entwicklung wurde auf jedes Komfortelement verzichtet, so dass
zu dieser Zeit dadurch auch das geflügelte Wort „Das
hat
weniger Teile als ein Seat Panda“ entstand. Der Panda wurde
auch
zum „nützlichsten Wagen“ der 80er Jahre
gekürt.
Durch Produktionsoptimierung waren die Herstellungskosten vor allem des
Panda 35 so stark gesunken, das Seat diese Autos für nur 1635
Euro
auf dem nationalen Markt anbieten konnte; somit ein
idealer Zweitwagen! Der Seat Panda war zum Zeitpunkt seines Erscheinens
das billigste, und kleinste Auto seiner Klasse.
Der Panda war als Gebrauchsgegestand gedacht, und konnte in der Stadt
genau so gut benutzt werden, wie auf dem Land. Gebaut wurde dieses Auto
eigentlich für eine junge Käuferschaft mit geringen
Einkomen,
das Auto kam aber auch bei den Frauen besonders gut an. Die kleinen,
zuverlässigen Motoren waren ideal für den Gebrauch
des Wagens
in der Stadt. Mit diesem Auto konnte sich jeder sehen lassen , ohne
„Minderwertigkeits-Komplexe“ haben zu
müssen.

Nach der
Trennung von Seat und
Fiat wurden beim neuen Modell „Marbella“ der
Kühlergrill, die Frontscheinwerfer, die Heckleuchten
verändert, und innen-, sowie außen eine Menge
Kunststoff
verbaut. Im Zuge neuer Umweltvorschriften wurde später beim
Marbella die Zündung verändert, und ein Katalysator
eingebaut.
Grundversionen des Marbella sind der L,
der XL, und
der GXL. Außerdem gibt es noch etliche Sondermodelle, wie den
Jeans, den Fun, den Playa, den Maximoto, Black, Green, und White.
Hergestellt wurde der Marbella in seiner letzten Form bis 1998.
Die Karosserie des Seat Panda stammt vom Fiat Panda ab, die von Giorgio
Giugiaro entwickelt wurde. Obwohl der Designer ein international
anerkannter Spezialist für die Entwicklung von Sport- und
Luxuswagen ist, wollte er beim Panda ein Fahrzeug für die 80er
Jahre entwickeln, bei dem vor allem die Nützlichkeit im
Vordergrund stand. Giugiaro schaffte es eine Form zu entwerfen, die
zweckmäßig war und ohne Chromschmuck und Zierrat
auskam, und
dennoch einen angenehm sympathischen Eindruck beim Beobachter
hinterließ.
Die ganze Karosserie wurde nach rationellen und wirtschaftlichen
Gesichtspunkten gearbeitet – so wurden z. B. alle Scheiben
einfach gerade und flach gehalten, oder die Türscharniere nach
außen gelegt, und nur mit einer Kunststoffblende
geschützt.
Die geringen Außenmaße machten den Panda zudem zu
einem
idealen Stadtwagen.

Zuerst gab es zwei Modelle, den
Panda 35 und
den Panda 45, die sich nur in der Motorisierung unterschieden. Die
3-türige Karosserie war eckig und gut verarbeitet. Die
breiten,
seitlich weit um die Karosserie herumgezogenen Stoßstangen
boten
einen wirkungsvollen Schutz gegen Korrosion, und die
alltäglichen
Parkplatz-Rempeleien.
Zwischen den Stoßstangen wurde an den Fahrzeugflanken die
Karosserie mit einem synthetischen Schutzlack vor
Steinschlägen geschützt, der das charakteristische
Profil der
Stoßstangen weiterführte. Durch eine starre
Verbindung der
Dachsäulen und des Dachs wurde die Starrheit der kompletten
Konstruktion verstärkt.
Vorne verfügt der Panda nur über einen
Scheibenwischer, der
aber wegen seiner Größe sehr wirkungsvoll arbeitet.
Statt
einem Kühlergrill war im „Gesicht“ des
Autos ein
Lüftungsgitter außermittig in das Blech
eingearbeitet.
Trotz der kleinen Außenmaße der Karosserie, war der
Innenraum außerordentlich geräumig. Die
spartanischen
Vordersitze erwiesen sich als komfortabel genug, was man allerdings von
den hinteren Plätzen leider nicht behaupten konnte. Das kleine
2-Speichen Lenkrad lag gut in der Hand, und ließ einen auch
die
dahinter liegenden Instrumente gut ablesen. Im Panda 45 fand der Fahrer
an seinem Instrumententräger einen Schalter für
Licht,
Gebläse, später Nebelschlußleuchte,
Heckscheibenheizung
und Heckscheibenwischer vor. Im Panda 35 gab es die letzten beiden
Schalter nicht, dafür wahlweise Vordersitze mit verstellbaren
Lehnen, und Kopfstützen. Die Ausstattung des Panda Marbella
unterschied sich vom Panda in folgenden Punkten: getönte
Scheiben,
Teppiche, hintere Ausstellfenster, heizbare Heckscheibe,
später
Heckscheibenwischer, Kofferraumabdeckung, Automatiksicherheitsgurte,
und Vordersitze mit verstellbaren Lehnen und Kopfstützen.
Der Innenraum war sehr gut durchdacht, da 82% des Raums für
die 5
Passagiere und den Kofferraum genutzt werden konnte. Die
Rücksitzbank konnte man leicht entfernen, um die Polster
abzuziehen und zu reinigen. Der Kofferraum konnte außerdem so
auf
1,09 m³ vergrößert werden, womit man den
Panda zu einem
kleinen Lieferwagen umfunktionieren konnte.
Die hintere Sitzbank konnte außerdem noch auf 7 verschieden
Varianten verstellt werden. So konnte man in einer Stellung
beispielsweise die Bank zu einem komfortablen Kinderbett
umfunktionieren.
Die winkelige Form der Karosserie mit den steil stehenden Scheiben
ermöglichte eine gute Durchlüftung des Innenraums, so
daß beschlagene Scheiben eher der selten auftraten.
Der
Motor und das Getriebe waren beim Panda wie beim Seat 127 vorne quer
eingebaut. Vorne hatte der Wagen eine einfache, aber robuste
Einzelradaufhängung, mit einem negativen Sturz, der sich
positiv
auf den Wendekreis auswirkte. Hinten wurden beim Panda eine einfache
Starrachse mit zwei halbelliptischen Blattfedern verbaut, die es
erlaubten, das Auto ohne Probleme bis zur Belastungsgrenze zu beladen,
ohne Schaden zu nehmen. Die Bremsen (vorne Scheiben, hinten Trommeln)
stammten vom Seat Ritmo, und waren für den Panda eigentlich zu
groß dimensioniert, hatten dafür aber keinen
Bremskraftverstärker. Durch den Einsatz neuer Kugellager in
den
Aufnahmen der Achsen konnte man statt der gegossenen Teile nun
Pressteile verwenden, die trotz gleicher Stabilität ein nur
halb
so großes Gewicht aufwiesen.
Beide Panda-Versionen hatten gutmütige Fahreigenschaften, aber
der
Unterschied zwischen dem 35 und dem 45 in der Motorisierung war
deutlich spürbar. Während das Triebwerk des Panda 45
rauher
und verschleißanfälliger war, lief der
Motor des 35,
der hier schon in der 3. Generation Verwendung fand, ruhiger, und hing
besser am Gas. Beide Fahrzeuge erlaubten es einem damals allerdings, je
nach Zustand der Straßen mit einer annehmbaren
Geschwindigkeit zu
reisen.
Das Lenkrad der Wagen lag wegen seines kleinen Durchmessers gut in der
Hand, und ermöglichte ein präzises steuern der Wagen.
Das
synchronisierte Getriebe war trotz der langen Schaltwege schnell,
einfach und präzise zu schalten. Mit dem Panda war man auf
guten
Straßen flott unterwegs, bei schnelleren Fahrten bemerkte man
allerdings, daß das schmale Fahrwerk nicht für einen
sportlichen Fahrbetrieb ausgelegt war.
Durch den flexibel nutzbaren Innenraum, seine kleinen
Außenmaße, seine Zuverlässigkeit, und sein
günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis wurde der Seat
Panda
auch der Liebling der Autotester, und -fachleute. Der Wagen wurde von
der örtlichen Polizei, der Feuerwehr, Ärzten, und
städtischen Kommunen genau so gerne genutzt, wie von
Müttern,
die mit diesen Fahrzeugen ihre Kinder zu Schule brachten.
Durch seinen günstigen Preis und die niedrigen
Unterhaltskosten
wurde vor allem der Seat Panda 45 gerne auch als leistungsstarkes,
günstige Sportgerät genutzt. Seat und andere
Institutionen
haben mit dem Panda auch große Ralleyerfolge feiern
dürfen (-siehe
dazu auch den Bericht am Seitenende-).
Für den Wettbewerbe wurden häufig die Federn, die
Stoßdämpfer und die Stabilisatoren vorne und hinten
verändert, sowie der Auspuff mit den Schalldämpfern,
und die
Sitze modifiziert. Außerdem gab es noch eine Vielzahl an
Zubehörteilen, die verbaut werden konnten.
Ausführungen:
Seat Panda
35: Die Grund-Version des Seat Panda, baugleich wie der
Fiat Panda.
Seat
Panda 40:
Der Motor des Seat Panda 40 wurde mit Normal-Benzin betrieben, um der
Erhöhung der Benzinpreise entgegenzuwirken. Die verschiedenen
Sondermodelle des Seat Panda (Black, Black 2, Red, Red 2, White, Yelow,
Movida, Sprint, Bavaria, etc,) unterschieden sich meist nur in der
Farbe und im Preis.
Seat
Panda 45:
hatte den größeren, leistungsstärkern
Motor, und einen
für diese Zeit unüblichen Heckscheibenwischer.
Außerdem
gehörte noch einen Teppich, Gummimatten, getönte
Scheiben,
eine heizbare Heckscheibe, Vordersitze mit verstellbaren
Rückenlehnen mit Kopfstützen zur Ausstattung.
Seat
Panda Marbella:
Später folgte auf den Seat Panda dann der fast baugleiche Seat
Marbella, der die gleiche Ausstattung wie der luxuriöse Seat
Panda
45 aufwies, und Dank überarbeitete Sitze,
und einem
reichhaltigen Zubehör-Angebot (wie z. B. Nebelscheinwerfer
für den Kühlergrill,
Kühlwassertemperaturanzeige,
etc. wieder ein Verkaufsrenner wurde.
Seat
Panda Montana
war als Soft-Offroader mit Dachgepäckträger und
Metallschutzbügeln (Kuhfängern) vor der
Stoßstange
ausgestattet.
Seat
Panda Terra, auch genannt Seat Panda
Playa,
hatte mit dem späteren Seat Terra nicht gemein. Bei diesem
Modell
handelte es sich um einen Stand-Buggy, bei dem man die hinteren Sitze
zur Seite klappen konnte. Zum damaligen Zeitpunkt habe etliche dieser
„Terras“ die Stände bevölkert.
Nach der Trennung von Fiat und Seat mußte sich Seat
verpflichten,
die Modelle optisch zu verändern, und benannte den Panda in
Marbella um (hat nichts mit dem Modell Seat Panda Marbella zu tun!
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